Zwischen Hogwarts, Freddy Mercury und Bowlingbahnen
Eine Woche Slowakei all inclusive (06.- 13.04.2013)
Manchmal hatte man das Gefühl, man wäre in Hogwarts: alte Bücher, große Steintreppen und beeindruckende Schlösser. Tatsächlich befanden wir uns aber in der Umgebung unseres Partnergymnasiums in Partizánske und waren zu Gast bei unseren slowakischen Austauschschülern.
Die große Freundlichkeit und die Herzlichkeit unserer Gastfamilien gaben uns von Anfang an ein heimisches Gefühl. Sie haben uns Kaffee und Tee gekocht oder Pausenbrote geschmiert – egal was wir wollten, sie versuchten immer unsere Wünsche zu erfüllen. Nach einiger Fuchtelei mit den Händen und Füßen wurde uns schließlich immer klar, was die Eltern sagen wollten, so hat die Verständigung trotz teils fehlender Deutsch- und Englischkenntnisse stets funktioniert – und im Fall des Falles mussten unsere Austauschpartner übersetzen. Auch die haben sich 24/7 um uns gekümmert: Cafés und Clubs wurden gemeinsam angesteuert oder man ging auf die Bowlingbahn.
Kultur und Geschichte kamen dabei aber nicht zu kurz: ein Theaterbesuch im Modern-Ballets in Bratislava stand beispielsweise auf dem Programm. Zur Musik von Queen wurden Szenen aus Freddy Mercurys Leben dargestellt – alles im Rahmen einer angeblichen Casting-Show. Auch die Besichtigung der Bibliothek Appony in Oponice stand auf der Tagesordnung. Neben der beeindruckenden Rekonstruktion der Räume konnte man auch das Gepäck des dortigen Grafen sehen, das er auf die Titanic mitnehmen wollte. (Und falls sich jemand fragen sollte: ja, er hat überlebt!)
Wirklich märchenhaft war die Burg Bojnice und ein wenig skuril das virtuelle Planetarium, das in der Turnhalle aufgebaut war. Ein bisschen Deutschunterricht auf Slowakisch und einen typischen Schultag im Gymnasium Partizanske konnten wir ebenfalls miterleben. Zu den Besonderheiten gehört zum Beispiel, dass alle Hausschuhe tragen müssen und der Schulgong noch aus einer richtigen Eisenklingel besteht. Die meisten haben jetzt sogar die „wichtigsten“ slowakischen Floskeln drauf – auch wenn die nicht immer für die Ohren der Eltern und Lehrer bestimmt sind.
Durch die acht Tage in der Slowakei haben wir nicht nur Interessantes über das Land erfahren, beispielsweise hinsichtlich der Konflikte mit den Sinti und Roma, sondern es hat sich auch unsere Freundschaft zu den Austauschschülern verändert und vergrößert, da wir nun auch ihr Umfeld kennengelernt haben.
Abschließend wollen wir uns noch herzlich beim Bayrischen Jugendring sowie dem Stadtjugendring Erlangen bedanken, die den Austausch gefördert und unterstützt haben. Besonderer Dank gilt natürlich Frau Vaskova und Frau Hoijkova, die uns durch Übersetzungen, Planung der Aktivitäten und Führungen durch die jeweiligen Orte in der Slowakei betreuten und Frau Recksiek und Herrn Groh, die uns begleiteten.

Ahoj! Do videnia!