Schüler des ASG als Paten von Stolpersteinen

Erschienen am 04.11.08 in den Erlanger Nachrichten

 

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine gegen das Vergessen“ gedachte das Albert-Schweitzer-Gymnasium der Schicksale von Adolf Dreifuß und Berta Fleischhauer, zweier verfolgter Juden des NS Regimes.

Interessiert und sichtlich bewegt folgten die Schüler dem vom Stadtmuseum und Ilse Sponsel mit viel Engagement konzipierten Rundgang zu den Stolpersteinen und den Jüdischen Spuren Erlangens. Anschließend erinnerten Schülervertreter der zwölften und zehnten Klassen an das schlimme Schicksal von Adolf Dreifuß und Bertha Fleischhauer. Nach der Reichsprogromnacht mussten Fleischhauer und Dreifuß im Dezember 1938 Erlangen verlassen. Fleischhauer wurde schließlich ins KZ Izbica verschleppt. Dreifuß kam mit dem Transport Nr. II/16-81 ins KZ Theresienstadt, wo er am 4.Dezember 1942 verstarb oder ermordet wurde.

In der Gedenkveranstaltung wurde deutlich gemacht, dass es auch heute aktiv zu handeln gilt, wenn antisemitische oder ausländerfeindliche Parolen geäußert werden. Diese Veranstaltung ist eine weiter Veranstaltung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums im Zusammenhang mit der Schüleraktion 

 

Das ASG hatte die Stolpersteine für Fleischhauer und Dreifuß in der Hauptstrasse  83 durch großzügige Spenden der ehemaligen Klasse 11d in einer Patenschaft erworben. Die Veranstaltung wurde von den Fachschaften Religion und Geschichte organisiert.

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