Südafrikanisches Tanztheater am ASG

iThemba - Mit Kraft und Energie

 

Aufregend, mitreißend und wahnsinnig energiegeladen- so kann man die südafrikanische Tanz- und Theatergruppe, die am 20.11. am ASG zu Gast war wohl am besten beschreiben. Sechs junge Südafrikaner und zwei Deutsche reisen seit April dieses Jahres umher, um auf die Risiken von HIV/AIDS aufmerksam zu machen und uns Deutsche zu einem bewussteren Lebensstil herauszufordern. Bei ihrer Tour durch ganz Deutschland hat es sie auch zu uns nach Erlangen verschlagen, wo sie uns in zwei Schulstunden ihr Stück vorführten, dessen Leitthema „HIV/AIDS“ war.

Ganz am Anfang des Stückes stellten sich die Schauspieler erst einmal alle vor und versuchen in dem Zug gleichzeitig uns Zuschauer ein bisschen zu animieren und in das Stück mit einzubeziehen. So mussten wir z.B. jedes Mal, wenn einer der Schauspieler „Was geht ab, Leute?“ in die Menge rief, mit „Was geht ab, iThemba?“ antworten, was am Anfang allerdings eher weniger gut funktionierte. Nach dieser kleinen Vorstellungsrunde, kam es dann zu dem Theaterstück. Dieses war aber kein Theaterstück im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr viele verschiedene aneinandergereihte Situationen, unterbrochen von mehreren Tanzeinlagen. 

Die Geschichte des Stücks: Anna, eine junge Deutsche ist als Austauschschülerin in Südafrika und gleich in ihrer ersten Schulstunde kommt es zu Reibereien, da sich einer ihrer neuen Mitschüler von Anna angegriffen fühlt. Im Laufe des Stücks wird Anna aber immer mehr in die Gruppe aufgenommen, allerdings bemerkt sie auch die Schattenseiten an Südafrika: Kriminalität, Drogen und natürlich HIV und AIDS, womit sie unmittelbar konfrontiert wird, als eine ihrer neuen Freundinnen daran erkrankt. Doch die Gruppe lässt sich davon nicht unterkriegen, im Gegenteil, die Freundschaft scheint sich noch weiter zu festigen.

 

Beeindruckend an diesem Stück war der ungeheure Optimismus aller Schauspieler, der aber nicht gespielt, sondern wirklich ernst gemeint war, genauso wie ihre Herzlichkeit uns Zuschauern gegenüber (wir alle wurden von jedem der Mitwirkenden per Handschlag und dem Satz „Hallo, wie geht es dir?“. Ganz wichtig ist den Südafrikaner außerdem unser Lächeln, welches sie während des ganzen Stückes auch nie selber „vergessen“ haben und worauf sie uns Zuschauer auch am Ende des Stückes immer wieder während eines kleinen Tanzes unsererseits hinwiesen („First Move: SMILE!“).

(Auszug aus dem Artikel der Schülerzeitung von Rosalia Virga und Tamara Best)

 

© ASG Erlangen 2010