Zeitzeugengespräche 2012
Am 26. Januar kam Pavel Stránský (geboren 1921 in Prag), ein Zeitzeuge des Holocaust, in die Realschule am Europakanal und berichtete im Rahmen des Projekts Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes. Er ist Jude und war im Getto Theresienstadt inhaftiert. Von dort wurde er 1943 nach Auschwitz deportiert, und schließlich1944 in das deutsche Lager Schwarzheide gebracht, von wo aus er mit Mithäftlingen einen sogenannten Todesmarsch antreten musste.
Wir, die Klasse 9c, fanden es bewundernswert, wie Pavel Stránský offen über sein trauriges Schicksal erzählte. Durch seine Erzählungen realisierten wir die damalige Situation der Juden viel deutlicher als durch das Lesen von Texten in Geschichtsbüchern. Während des Vortrags und danach spürte man, dass seine Worte den meisten sehr nahe gegangen sind.
Im Anschluss durften wir Pavel Stránský Fragen stellen und Schüler lasen aus seinem Buch vor. Parvel Stránský fragte uns, was für uns das Wichtigste im Leben sei. Worauf die Antwort "Liebe" kam. Liebe war auch das, was ihm die Kraft gegeben hat den Holocaust zu überleben und nun uns seine Geschichte zu erzählen. Für ihn ist der Holocaust nicht nur die Zeit der Judenverfolgung sondern die Zeit seiner großen Liebe, seiner Frau, die er im Getto geheiratet hat.
Durch diesen Vortrag wurde uns bewusst, dass wir stärker und mutiger gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung vorgehen müssen.
Anja Langheld und Christiana von Alvensleben, 9c








