Übertrittsphase
Der Übertritt an das Gymnasium stellt für alle Kinder eine gewisse Umbruchsituation dar, eine Phase, in der sie sich neu orientieren, umgewöhnen und dabei Anpassungsleistungen erbringen müssen. Diese Übergangsphase ist von großer Bedeutung für die weitere schulische Entwicklung der Kinder und für ihr Verhältnis zu Mitschülern und Lehrern. Aus diesem Grund bemühen wir uns, den Fünftklässlern durch verschiedene organisatorische und pädagogische Maßnahmen beim Übergang in die neue Lern- und Lebenssituation ein wenig zu helfen.

Wie sieht die Übertritts- und Eingangsphase an unserer Schule aus?
Vor dem Eintritt ins ASG
Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, die Kinder - soweit möglich - dort abzuholen, wo sie herkommen. Aus diesem Grund treffen sich in der Regel alle zwei Jahre die Kernfachlehrer-Teams der 5. Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums mit Grundschullehrern der 4. Klassen in unserem Einzugsbereich, um sich z.B. über neue Lehrpläne, fachspezifische Themen und methodische oder pädagogische Fragen auszutauschen: z. B.:
- Welche Lern- und Arbeitsmethoden übt die Grundschule ein?
- Welche Aufgabentypen sind z.B. in Mathematik wie eingeübt?
- Wie korrigiert man die Aufsätze an den beiden Schularten?
- Welche Fremdsprache wird an welcher Grundschule wie eingeführt und unterrichtet? ...
Die Zusammenarbeit zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und den Grund- und Teilhauptschulen Büchenbach-Dorf, Büchenbach-Nord, Hermann-Hedenus, Heinrich-Kirchner, Dechsendorf und Möhrendorf wird dabei von beiden Seiten sehr geschätzt.

Selbstverständlich achten wir auch bei der Zusammensetzung der neuen Klassen unbedingt darauf, dass alte Freundschaften aus der Grundschulzeit möglichst erhalten bleiben. An die Eltern ergeht bei der Anmeldung der Appell, dass sie bei der Einschreibung auch angeben, mit welchen Freunden ihr Kind in der 5.Klasse zusammenkommen möchte.
Noch bevor die Lehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium eine neue 5.Klasse übernehmen, werden Teams gebildet, die aus den drei Kernfachlehrern , d.h. den Lehrern in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik der jeweiligen Klasse bestehen. Wir achten bei der Zusammenstellung der Teams darauf, dass jedes Kernfachteam aus Frauen und Männern besteht, um den Schülerinnen und Schülern die Identifikation mit einem Lehrer ihres Geschlechtes zu erleichtern. Diese Teams treffen sich kontinuierlich, um sich über alle anstehenden Entwicklungen im Rahmen dieser Klasse auszutauschen. Mehr zu den Kernfachlehrerteams finden sie hier
Nach Unterrichtsbeginn im September trifft sich das Lehrerteam jeder 5. Klasse einmal in der Woche, um aktuelle Fragen der Klasse besprechen und Vorhaben koordinieren zu können. In dieser Teamstunde (PÄD-Stunde) kann es also beispielsweise um einzelne Schüler, um Fragen der Klassengemeinschaft, um Disziplin und Werteerziehung, um die Planung und Gestaltung von Projekten oder um die Vorbereitung und Auswertung von Elternabenden gehen.Außerdem besprechen wir hier auch alle Fragen, die das Lerntraining betreffen, das wir seit vielen Jahren in der Eingangsphase für alle 5. Klassen durchführen. Schwerpunkte dieses Lerntrainings sind dabei Bereiche wie z.B.
- das mehrkanalige Lernen,
- die Gestaltung des Arbeitsplatzes,
- die Anfertigung von Hausaufgaben,
- Aspekte der Vorbereitung auf Schulaufgaben
- grundlegende Arbeitstechniken der verschiedenen Fächer.
Außerdem sind wir bei der Gestaltung des Stundenplans darum bemüht, dass ein Lehrer des Teams am Montag in einer der ersten Stunden in seiner 5. Klasse eingesetzt werden kann. Besonders die Lehrkräfte im Fach Deutsch knüpfen dabei oft an die Methode des Montagskreises an, die vielen Kindern aus ihrer Grundschulzeit noch bestens vertraut ist. Besonders in der Anfangsphase ist dies eine Möglichkeit, das Zusammenwachsen einer Klasse zu fördern.
Um aus der neu zusammengewürfelten Gruppe eine echte Klasse werden zu lassen, in der sich die Kinder aufgehoben fühlen, stehen seit Jahren als weitere pädagogische Maßnahme Tutorenteams bereit, außerdem findet in der 5. Jahrgangsstufe ein Schullandheimaufenthalt statt.
Die Klassen 5b und 5f mit 2 Tutorinnen in Tannenlohe (Herbst 2005)Die Tutoren sind ältere Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse. Jeweils zwei oder drei von ihnen betreuen in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Betreuer der Unterstufe und den jeweiligen Klassenleitern eine 5.Klasse. Ihr Ziel ist es, auf vielfältige Art und Weise, quasi von Schüler zu Schüler, die Neuen in die Geheimnisse des Schullebens am ASG einzuführen, sei es durch eine Schulhausrallye in den ersten Schultagen im September, durch Spiele am Nachmittag, eine gemeinsame Faschingsfeier oder dergleichen mehr. Soweit es den Tutoren möglich ist, fahren sie auch mit ihrer Klasse und zwei Lehrern in das Schullandheim. Diese gemeinsame Woche außerhalb des Schulalltags erweist sich meist als großer Gewinn für jede Klassengemeinschaft.
Das ASG versteht sich als offene Schule: Wir laden in jedem Schuljahr die Eltern der Fünftklässler nach den ersten Schulwochen ein, im Rahmen eines Tages der offenen Tür in den Unterricht ihres Kindes zu kommen.
Manfred Winkelmann
(Pädagogischer Betreuer der Unterstufe)








