Tutoren

Die Idee, auf der das Tutorensystem des Albert-Schweitzer-Gymnasiums aufbaut, lässt sich auf einen knappen Nenner bringen: Schüler helfen Schülern bei der Gestaltung ihres „zweiten Schulanfangs“. Die „Großen“ unterstützen die „Kleinen“ dabei, Neuland zu betreten, nämlich die Welt des Gymnasiums zu erschließen.

Die Tutoren am ASG sind Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 und 11, nur ganz gelegentlich sind auch ein paar Neuntklässler dabei. Sie melden sich freiwillig aus Interesse an dieser Tätigkeit und leisten den Großteil der Tutorenarbeit in ihrer Freizeit. In den letzten Jahren haben sich immer mehr als zwanzig Schüler für ein Tutorenamt beworben, so dass wir jeweils vier Tutoren in jeder 5. Klasse einsetzen konnten.

Tutoren 2017-18 mit Frau Traub-Eichhorn, der Betreuerin der Unterstufe

Unsere Tutoren verwalten sich weitgehend selbst. Tutorensprecher, in der Regel ein Mädchen und ein Junge, übernehmen dabei die Organisation des gesamten Tutorensystems: Sie organisieren die internen Besprechungen, verteilen die Infos, stellen die Arbeit der Tutoren den Eltern vor und vertreten die Tutorengruppe gegenüber der Schulleitung. Sie stehen dabei fortlaufend in sehr engem Kontakt mit dem pädagogischen Betreuer der Unterstufe. Alle Aktivitäten müssen immer im Vorfeld mit ihm bzw. dem Klassenleiter der betreffenden 5. Klasse abgesprochen und koordiniert werden.

Die Tätigkeit der Tutoren erfordert und fördert vielfältige Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen wie z.B. Organisations-, Team- und Kommunikationsfähigkeit. Ein Missverständnis muss aber an dieser Stelle ausgeräumt werden: Tutoren sind weder Hilfslehrer noch Animateure! Sie wollen vielmehr unseren „Neuen“ das Einleben am ASG erleichtern, quasi von „Schüler zu Schüler“, also mit Tipps und Informationen aus erster Hand, sei es über den Pausenverkauf, Lerntipps oder zum Umgang mit den Lehrkräften. Sie beherrschen den Schülerjargon und sind damit im Gegensatz zu den Lehrern auch „Jemand zum Anfassen“.

Der Schulleiter stellt die Tutoren am 1. Schultag den neuen Fünftklässlern und ihren Eltern vor. Anschließend führen sie dann „ihre Klasse“ gemeinsam mit dem Klassenleiter in das neue Klassenzimmer. Am Ende der ersten Schulwoche veranstalten sie die traditionelle Schulhaus-Rallye, bei der die „Kleinen“ mit Hilfe der „alten Hasen“ ihr neues schulisches Zuhause schon vertieft kennen lernen. Zusätzlich sind eine Vielzahl von Aktionen im Verlauf des Schuljahres geplant, die alle dazu beitragen wollen, mit den „Neuen“ eine Klassengemeinschaft auszubilden und sie in die Schulfamilie zu integrieren: Begleitung der Klasse am Wandertag und ins Schullandheim, Faschingsfeier und Spielenachmittag oder evtl. auch Pizzaessen, Bowlingrunde oder Minigolf.

Viele Tutoren sind in der Tat wahre Organisationsgenies. Kein Wunder also, wenn ihnen am ASG große Anerkennung und Dank von Seiten der Schüler, der Eltern und der Lehrer entgegengebracht werden.