Die 10 Jungs und 7 Mädels des Leistungsfaches Sport stellten in diesem Jahr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studienfahrt Alpencross. Gemeinsam mit Ihrem Kursleiter Herrn Marienfeld, Sportstudentin Jule und Herrn Ochmann wurden in 6 Etappen die Alpen von Oberstdorf nach Meran überquert. Gestartet bei 35°C, fielen die ersten 900 Höhenmeter zur Kemptner Hütte extrem schwer. Jeder Bach (Bild 2) diente als willkommene Abkühlung. Tag Zwei führte über die Hochbrücke (Bild 3) bei Holzgau über das Alperschonertal zur Ansbacher Hütte. Kleinere Gewitter sorgten für angenehme Abkühlung durch eines der schönsten Täler der Tour (Bild 4). Die kurze dritte Etappe durch die Schnanner Klamm (Bild 5) nach Zams diente quasi als Ruhetag vor der Königsetappe. Leider vertrat sich unsere Begleiterin Jule ihren Fuß und musste einen Tag Pause einlegen. Der vierte Tag startete mit einem Anruf vom Hüttenwirt der Braunschweiger Hütte – „Straße im Ötztal wegen Murenabgängen gesperrt -> bitte zusätzlich umlaufen“. Der einzige Sessellift unserer Tour wurde wegen eines Defekts dann erst mit 30 Min Verzögerung in Betrieb genommen, sodass unser Zeitplan ins Wanken geriet. Nach einem langen Abstieg über den Panoramaweg nach Wenns begleitete uns erneut Regen und überlaufende Bäche, um die Murenabgänge herum. Nach gut 10 Stunden und dem steilen Aufstieg am tosenden Wasserfall der Pitze entlang waren alle glücklich in der Braunschweiger Hütte das Bergsteiger-Menü zur Stärkung genießen zu können. Nach einer kurzen Nacht erreichten wir bereits um 07:15 Uhr den höchsten Punkt unserer Tour, das mit 2990m hohe Rettenbachjoch (Bild 1) über dem Skistadion von Sölden. Entlang des Gletschers ging es bei kühlen Temperaturen von ca. 10°C hinüber zum Tiefenbachferner und dann weiter über den Panoramaweg nach Vent. Nach knapp einer Stunde kippte das Wetter und ein Regen begleitet von Graupelschauern und Windböen stellte Material und Team auf eine herbe Probe. Völlig durchnässt und ausgefroren entschied die Truppe ohne Pause im Tal gleich die letzten 9 Kilometer mit 600 Höhenmetern durchzulaufen – um etwas warm zu bleiben. Die Ersten erreichten bereits nach knapp 2 Stunden das Hochjoch-Hospitz im Rofental. Die heißen Duschen waren purer Luxus! Bei Rindergulasch, Rotkraut und Kartoffelpüree incl. Nachschlag, konnten alle in der gemütlichen Hütte Kraft tanken. Auf unserer letzten Etappe hatte der Wettergott ein Einsehen. Neuschnee auf den Gipfeln und viel Sonne (Bild 6) sorgten für tolle Stimmung für die drei Stunden bis zur Belle Vista dem höchsten Punkt der Abschlussetappe. Unermütlich begleitete der „Gesang“ eines Teils der Truppe jeden Meter – bergauf & bergab. Um 13.30 Uhr (sechseinhalb Stunden nach dem Start) hatte uns die Zivilisation im Schnalstal wieder und ein Bus brachte uns hinab nach Meran, wo verdientermaßen Pizza und isotonische Getränke auf uns warteten.
Zum zehnten Mal erreichte somit eine Studienfahrt „Alpencross“ Italien - in diesem Jahr aber definitiv mit den extremsten Wetterkapriolen!
(Bericht und Fotos: R. Ochmann)