Im Rahmen unserer jüdischen Zeitzeugengespräche kam am 12.6.2026 bereits zum vierten Mal die Präsidentin der Jüdischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, Frau Dr. Charlotte Knobloch, ans Albert-Schweitzer-Gymnasium. Sie berichtete unseren 9. und 11. Klassen von der Judenverfolgung in München während der NS-Zeit. Als Tochter des Rechtsanwalts, Dr. Fritz Neuland, der mit dem späteren bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Högner in derselben Rechtsanwaltskanzlei arbeitete und mit diesem befreundet war, erlebte sie den Brand der jüdischen Synagoge in München und die Deportation ihrer Großmutter, Albertine Neuland. Um das Leben Charlottes vor der Verschleppung zu schützen, versteckte der Vater das damals zehnjährige Mädchen im Sommer 1942 bei einer Bediensteten seines Bruders bis 1945 im fränkischen Arberg. Bewegt verfolgten unsere Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Frau Dr. Knobloch und befragten anschließend unsere Zeitzeugin hinsichtlich ihrer Erlebnisse und der aktuellen Situation des Judentums in Bayern.
(Bericht: M. Seiler/ Schule mit Courage-Schule ohne Rassismus/i.A. der Fachschaften Geschichte-Religion-Ethik, Fotos: R. Windhorst)